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Eigenschaften zu Birnbaum Minister Dr Lucius
- Boden: lehmig, normal
- Genussreife: ab September
- Geschmack: süßlich
- Herkunft: Sachsen
- Höhenlage: Flachland, Mittelgebirge
- Typ: Herbstbirne
- Wissenswertes: Tafelobst, Backsorte
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Produktinformationen "Birnbaum Minister Dr Lucius"
- Boden: lehmig, normal
- Genussreife: ab September
- Geschmack: süßlich
- Herkunft: Sachsen
- Höhenlage: Flachland, Mittelgebirge
- Typ: Herbstbirne
- Wissenswertes: Tafelobst, Backsorte
Herkunft
Die Sorte Lucius, vollständig Minister Doktor Lucius, stammt aus Deutschland und wurde 1884 von der Baumschule Späth in Gruna bei Leipzig in den Handel gebracht. Sie geht auf eine Zufallssämling zurück. Benannt wurde sie nach dem damaligen preußischen Landwirtschaftsminister.
Birne Minister Dr.Lucius
Die Birne Minister Dr. Lucius trägt große, glocken- bis kegelförmige Früchte mit einem Gewicht von 150 bis 250 Gramm. Die Schale ist glatt, leicht fettig, grünlichgelb bis rötlichgelb mit feiner, oft rötlichbrauner Punktierung.
Geschmack
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, halbschmelzend bis feinzellig, saftig und von angenehm säuerlichem, frischem Geschmack. Im vollreifen Zustand wird es weich und etwas teigig, bleibt aber durch seine feine Säure wohlschmeckend.
Reifezeit
Die Birnen sind ab Anfang bis Mitte September pflückreif und erreichen ihre Genussreife im Oktober. Die Lagerfähigkeit im Naturlager beträgt etwa einen Monat, in kühlen Lagern auch darüber hinaus.
Verwertung
Die Birne Minister Dr. Lucius eignet sich besonders gut als säuerliche Speisebirne für den Frischverzehr. Aufgrund ihrer Größe und Saftigkeit wird sie auch zur Herstellung von Kompott, Nasskonserven und Birnensaft genutzt. Für die industrielle Verarbeitung oder den Großhandel ist sie durch die Reifezeit und Konsistenz der Früchte weniger interessant.
Birnbaum
Der Birnbaum zeigt einen kräftigen Wuchs mit schräg aufrechten Gerüstästen und dichter Kurztriebbildung. Die Krone entwickelt sich hochpyramidal bis hochkugelig. Er ist schnittverträglich und gut erzogen, mit langanhaltender Fruchtbarkeit an Kurz- und Langtrieben. Die Blüte erscheint früh und ist wenig witterungsempfindlich. Die Sorte ist weitgehend unempfindlich gegenüber Holz- und Blütenfrost, jedoch in ungünstigen Lagen anfällig für Schorf.
Standort
Lucius ist vielseitig anbaubar, bevorzugt jedoch warme, nährstoffreiche und ausreichend feuchte Böden. Besonders bewährt hat sie sich in Sachsen und im Raum Potsdam. Auf kalten, nassen oder armen Böden neigt sie zur Steinbildung. Bis etwa 300 Meter über NN ist der Anbau als freistehender Baum möglich, darüber hinaus eignet sich die Sorte gut für Wandspaliere. Die Reifezeit im Herbst fällt mit vielen anderen Birnensorten zusammen, was ihre Bedeutung als Vermarktungssorte einschränkt. In Hausgärten, Siedlungsanlagen und auf kleineren Flächen entfaltet sie jedoch ihr volles Potenzial.



