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Pekanussbaum

Pekannussbäume

Bio Carya illinoinensis
Pekanuss

Pekannussbäume (Carya illinoinensis) – Allgemeines

Die Pekannuss gehört zur Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo sie vom Golf von Mexiko bis in den Süden Kanadas verbreitet ist. Sie ist eng verwandt mit der Walnuss, unterscheidet sich jedoch im Geschmack, der Schalenstruktur und in der Anfälligkeit für Schädlinge. Pekannüsse sind in Europa noch relativ selten, obwohl das Klima vieler Regionen geeignet ist. Sie liefern eine wohlschmeckende, milde Nuss mit hohem Ölgehalt und sind für Selbstversorger und Nussliebhaber eine interessante Alternative zur Walnuss.

Herkunft der Pekanuss

Pekannussbäume stammen aus den USA, wo sie eine wichtige Kulturpflanze sind. Die Züchtung neuer Sorten begann im 19. Jahrhundert, wobei der Fokus auf Kälteresistenz, Fruchtgröße, Schalenstärke und Krankheitsresistenz lag.

  • Pawnee: Entwickelt in Texas, gilt als eine der bekanntesten kommerziellen Sorten
  • Carlson: Eine nordische Sorte, gezüchtet für kalte Regionen
  • Lucas: Wurde 1965 in Ohio entdeckt, ebenfalls für kühlere Klimazonen geeignet

Winterhärte von carya illinoinensis

Pekannussbäume benötigen eine lange Vegetationsperiode (ca. 180 frostfreie Tage), sind aber je nach Sorte unterschiedlich winterhart:

  • Pawnee: Mittelmäßig winterhart, eher für Regionen mit milden Wintern geeignet
  • Carlson: Sehr frosthart, toleriert Temperaturen bis -28 °C
  • Lucas: Ebenfalls frosthart bis ca. -29 °C, bewährt sich in nördlichen Anbaugebieten

Bodenansprüche

Pekannussbäume bevorzugen tiefe, nährstoffreiche und gut durchlässige Böden. Staunässe wird schlecht vertragen. Der ideale pH-Wert liegt im leicht sauren bis neutralen Bereich (6,0–7,0). Bei sandigen Böden empfiehlt sich eine organische Aufwertung, um die Wasserhaltefähigkeit zu erhöhen.

Endgröße von Pekanussbäumen

Pekannussbäume sind großwüchsig und erreichen 15 bis 20 Meter Höhe bei 10 bis 15 Metern Breite. Für kleine Gärten sind sie daher nur bedingt geeignet. Sie benötigen viel Platz und eine lange Lebenszeit (100 Jahre und mehr).

Veredelung

Da Pekannüsse aus Samen sehr unterschiedliche Eigenschaften entwickeln, müssen alle Bäume zwangsläufig veredelt werden. Nur so können die sortentypischen Merkmale wie Fruchtqualität und Ertragsverhalten garantiert werden. Unterlagen sind oft generative Sämlinge von Carya illinoinensis. Sie sind frosthärter und als Pflanze für den Forst geeignet. Nicht aber zur Fruchtproduktion.

Bestäubung & Blüte

Pekannussbäume sind einzählig (monözisch), aber dichogam, das heißt, die männlichen und weiblichen Blüten reifen zeitlich versetzt.

  • Blüte erfolgt spät (ab Mitte Mai), wodurch Spätfrost kein Problem darstellt
  • Es gibt protogyne Sorten (weibliche Blüten reifen zuerst) und protandrische Sorten (männliche Blüten zuerst)
  • Fremdbestäubung ist zwingend notwendig für eine gute Ernte, daher sollte man mindestens zwei unterschiedliche Sorten pflanzen

Blütenmerkmale nach Sorte:

  • Pawnee: Protandrisch, liefert viel Pollen, daher guter Bestäuber
  • Carlson: Protogyne, auf Fremdbestäubung angewiesen
  • Lucas: Protogyne, benötigt ebenfalls Bestäuber

Die Frucht/Nuss

Die Pekannuss ist länglich-oval, mit glatter, dünner Schale. Der Kern ist aromatisch, mild-süß und leicht aus der Schale zu lösen.

  • Pawnee: Sehr große Nüsse, dünne Schale, hoher Ertrag, reift früh (oft schon Anfang Oktober)
  • Carlson: Mittelgroße Nüsse, etwas dickere Schale, gute Qualität, spätere Reife
  • Lucas: Mittelgroße Nüsse, sehr gute Qualität, hohe Kern-Ausbeute (50–56 %), reift Ende September bis Anfang Oktober

Probleme mit Schädlingen & Krankheiten

  • In Europa kein Walnussbohrerproblem (Rhagoletis completa), der bei Walnüssen Schäden verursacht
  • Pekannüsse gelten generell als robust und wenig krankheitsanfällig in Mitteleuropa
  • Bei hoher Feuchtigkeit kann Schalenfäule auftreten, in sehr feuchten Sommern ist auch Schorf ein Thema

Sortenvergleich zwischen den Pekanüssen Pawnee – Carlson – Lucas

Pekanuss Pawnee; Carlson; Lucas

    Herkunft: Texas (USA); Nord-USA; Ohio (USA)
  • Winterhärte: -20 °C; -28 °C; -29 °C
  • Reifezeit: Anfang Oktober; Mitte Oktober; Ende Sept./Anf. Okt.
  • Nussgröße: sehr groß; mittel; mittel
  • Schalenstärke: dünn; mitteldick; dünn

Fazit

Pekannussbäume sind eine spannende Alternative zur Walnuss. Mit Sorten wie Lucas und Carlson lassen sich auch in Mitteleuropa frostharte Exemplare anbauen. Wichtig ist eine sorgfältige Sortenwahl (wegen Fremdbestäubung), ein tiefer, nährstoffreicher Boden und ausreichend Platz. Wer früh reifende und große Nüsse möchte, greift zu Pawnee (in milderen Lagen), für kältere Regionen sind Lucas oder Carlson die bessere Wahl.