Kakibäume

Die Kaki


Eigentlich als Kakipflaume (Diospyros kaki) bezeichnet ist eine bislang vor allem im subtropischen und mediterranen Klima verbreitete Frucht. Sie stammt ursprünglich aus China. Wird aber heute insbesondere mit Japan in Verbindung gebracht. Hier wird der Kaki Baum seit dem siebten Jahrhundert kultiviert. In Europa wird der erste Kaki Baum vermutlich im Jahr 1613 von einem französischen Mönch gepflanzt. Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Kaki Anbau in Südeuropa etabliert.
Die lange Kulturhistorie, in Japan, hat zu einer Ausprägung von knapp 400 verschiedenen Gattungen geführt. Diese Gattungen spalten sich in über 900 bekannte und verschiedene Kaki Sorten auf. In Europa sind insbesondere vier Gattungen, die sich zur kommerziellen Fruchtproduktion eignen, bekannt. Es handelt sich um Diospyros kaki, Diospyros virginiana, Diospyros lotus und Diospyros Oleifera. Da Kakis zunehmend auch in zuvor ungeeignete Regionen angebaut werden, werden vermehrt Kaki-Hybriden gepflanzt. Diese Hybriden stammen insbesondere aus der Ukraine. Sie kennzeichnen sich durch ihre im Verhältnis gute Frosthärte aus.
Der erfolgreiche Anbau einer Bio Kaki kann auch in kälteren Regionen gelingen. Wichtig sind hierfür die Wahl der korrekten Sorte, sowie die sorgfältige Pflege. Wichtig ist, dass Kaki Bäume nicht auf kalkhaltige Standorte gepflanzt werden. Darüber hinaus bevorzugen sie leicht saure Böden. Idealerweise wird bei der Pflanzung das Loch zu einem Drittel mit Moorbeeterde gefüllt. Wie bei anderen sonnenliebenden Früchten empfehlen wir zudem eine einmalige Düngung Anfang März. Es empfiehlt sich den Bioland Kaki Baum auf einen sehr sonnigen Standort zu pflanzen. Im Idealfall ist dieser zudem vor starkem Wind geschützt. Windige Standorte führen oft zu Astbruch der jungen Austriebe. Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass Frost im frühen Herbst nicht ideal ist. Hierdurch wird der Zuckergehalt der Kakis deutlich reduziert. Laut dem japanischen Volksmund benötigt ein Kaki Baum zwanzig Blätter für eine süße Frucht.
Grundsätzlich sind Kaki Bäume frostresistent. Durch ihre späte Blüte, die meist erst Mitte Mai einsetzt, entgehen sie dem Blütenfrost. Allerdings sind junge Bäume sehr stark frostgefährdet. Es ist hier notwendig den Baum im Winter zu umhüllen. Andernfalls droht das erfrieren der noch jungen Äste und des Baumstamms. Ein weiterer Vorteil, der Kakis für den zukünftigen Anbau interessant macht, sind ihre Pfahlwurzeln. Einmal verwurzelte Bäume sind hierdurch deutlich trockenheitsresistenter als andere Pflanzen. Aktuell sind in unseren Breitengraden keine bedeutenden Krankheiten für Kakis bekannt. Was den Baum ideal für den biologischen Anbau macht.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass der Kaki Baum immer öfter in Gärten und Wiesen anzutreffen ist.

„So lasst uns einen Bio Kakibaum pflanzen“